In Russland öffnen sich viele Türen

Reiten in Russland bedeutet erstmal: viel laufen. Bis man auf einem Pferd sitzt.

Reiten in Moskau bedeutet: Du gehst durch die erste Sicherheitsschleuse am Parkplatz. Sie piept, aber der Wachmann bewegt sich nicht. Du suchst die Eingangstür. Sie ist garantiert nicht da, wo Du sie erwartest. Jemand von drinnen macht mit ausholenden Gesten klar, dass diese Tür geschlossen ist und Du um die Ecke zu einer zweiten Eingangstür gehen sollst. Du gehst durch die zweite Sicherheitsschleuse. Sie piept. Diesmal gehst Du weiter. Es hängen viele Orden und Bilder von Pferden mit Orden und Bilder von Reitern mit Medaillen an den Wänden. Es hängt eine große Tafel mit Verhaltensweisen im Falle eines Terroranschlags an der Wand.

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Brot statt…

 

Eine wichtige Sache wenigstens ist geschafft in diesem sehr merkwürdigen Jahr: Mein Brot-Problem ist gelöst. Das ist etwas, was mich sehr erleichtert. Brot ist ein Problem in Russland. Es gibt viel. Es ist billig. Es ist, neben Kartoffeln, das Hauptnahrungsmittel vieler Menschen, die mehr denn je unter der aktuellen Krise leiden. Aber es hat, wie so vieles hier, leider, oft miese Qualität.

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Meanwhile in Russia – ein paar Gedanken zu den russischen Frauen.

erschienen bereits im April in flow

Die Sache mit dem Hals und dem Kopf.
Olga – die Frau der Tat.
Julia, die Blumen liebt.
Und Alexandra, die wunderbar singt und weiß, dass russische Frauen einen rennenden Gaul aufhalten können. Und nicht nur das.

Und meine Freundin Polina, die hier anders heißen muss, weil sie einfach eine verdammt gerissene Frau ist.
Sistas, es gibt viel zu lernen.

Duits0915_Meanwhile_01 [Schreibgeschützt]

Outdoor-Yoga in Moskau

Bringe die Hände vor dem Herzen zueinander. Schließe die Augen. Und bete – dass morgen vielleicht doch gutes Wetter werden möge.
Denn im Museon-Park auf der Holzbühne am Moskva-Ufer findet um 11 Uhr die erste umsonst-und-draußen- Probe-Yoga-Praxis statt. Ein richtigrr Einführungskurs beginnt laut Stadtportal the village  am 18. Mai.

Yogajournal.ru hat eine komplette Site zum Thema Yoga in Moskaer Parks angelegt. Hier

kann man sich nach Datum, Park und Yogastil seinen eigenen Stundenplan zusammenstellen.

Sub⎟bot⎟nik, der; oder: Wie ein Picknick nach dem Winter

[russ. subbotnik, zu: subbota = Sonnabend; die Arbeit wurde urspr. nur sonnabends geleistet] (DDR): in einem besonderen Einsatz freiwillig und unentgeltlich geleistete Arbeit.

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Angst vor Schönheit?

Für all diejenigen, die nicht den Brief der Moskauer Gemeinden Emmaus– oder Sankt-Elisabeth lesen – den folgenden Text zum Thema „Wandel“ habe ich für die aktuelle Ausgabe geschrieben:

Es war nicht die drängendste aller Fragen im Vorfeld, und doch beschäftigte sie mich immer wieder: Würde sich mein Geschmack verändern in Russland? Würde ich plötzlich anfangen, Klamotten zu tragen, die ich in Deutschland nicht anziehen würde? Würde ich blasser werden, taillierte Mäntel tragen oder Kopftuch? Einfach andere Dinge gut finden, weil ich öfter damit konfrontiert würde?
Man kann diese Gedankenspiele arrogant, ja: chauvinistisch nennen. Ich könnte mich dafür schämen. Ich hatte Moskau vorher nicht gut gekannt. Ich hatte nur Bilder im Kopf.

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